-
Sanft benetzt? – Die neue Bestattungsmethode „Lavation“
·
„Das isch sie“, sagt Jochen Lutz in schönstem Schwäbisch, als er mir eine stählerne Vorrichtung präsentiert. Eine unscheinbar in die Wand eingelassene runde Edelstahltür. Dahinter befindet sich der Prototyp der Lavationsanlage, die Anfänge ausgetüftelt mit seinen Söhnen Michael, Patrick und…
-
„Leben und Tod“ – Rückblick auf zwei Messetage in Bremen
·
Die Messe „Leben und Tod“ ist eine zweitägige Ausstellungs- und Vernetzungsplattform für haupt- und ehrenamtliche Professionen, die Menschen am Lebensende begleiten. Gleichzeitig ist sie ein niedrigschwelliges Informationsangebot für die interessierte Öffentlichkeit. Hier kann man Trauerbegleiter:innen, Therapeut:innen und Hospizarbeiter:innen, Musiker:innen und…
-
In Stein gemeißelt, aber nicht für die Ewigkeit
·
Himmelblaue Wellen durchziehen einen Stein mit dem klangvollen Namen “Azul do Macaubas” und ich denke unwillkürlich an einen Sommertag am Meer. Passend dazu steht daneben ein goldgelber schlanker Sandstein. Eine dunkelgrüne Granitstele wirkt wie ein Blick in einen Tannenwald. Leuchtend…
-
Zurück ins grüne Paradies? Stadtteil-Friedhöfe als Minibiotope
·
Der Verkehrslärm klingt gedämpft, als hätte jemand die Lautstärke der Stadt heruntergedreht. Im Geäst alter Linden zwitschern Vögel ihr Konzert, ein Eichhörnchen hüpft freudig den Baumstamm nach oben, zwischen den Thujahecken gehen ein paar Menschen spazieren. Eine idyllische Szene, ein…
-
Oberirdische Grabkammern – Italienische Bestattung auf Saarbrücker Art
·
Nachhaltigkeit als mehrdimensionale Perspektive Nachhaltigkeit im Kontext von Bestattung beschränkt sich nicht auf Fragen von Material, Energieverbrauch oder Flächennutzung. Sie umfasst ebenso soziale, kulturelle und psychologische Dimensionen. Friedhöfe sind keine rein funktionalen Orte, sondern gesellschaftliche Resonanzräume: Hier verdichten sich Fragen…
-
Frostige Versprechen? Die Promession zwischen Patent und Praxis
·
Die Suche nach nachhaltigeren Bestattungsformen als Kremation oder Erdbestattung hat in den vergangenen Jahrzehnten viele neue Ideen hervorgebracht. Manche davon haben den Sprung in die Praxis geschafft, andere blieben Visionen – oder Versprechen. Eines davon ist die Promession: ein neuartiges…
-
Zum Sterben zu wenig – Teil 2
·
Finanziell arm heißt nicht sozial arm Der Umgang mit Armut und wie arme Menschen bestattet werden, wird in unserer Gesellschaft oft individualisiert. Das heißt, es wird davon ausgegangen, arme Menschen wären selbst an ihrer Lage schuld, oder wären faul oder…
-
Zum Sterben zu wenig – Teil 1
·
Im Tod sind wir alle gleich. Oder doch nicht? Bestattungen haben viel mit gesellschaftlichem Status, finanziellen Möglichkeiten und familiärem Umfeld zu tun. In Deutschland haben die familiären Hinterbliebenen Totenfürsorgepflichten und -rechte und müssen die Bestattung veranlassen und bezahlen. Nachdem 2004…
-
Urnen zum Kuscheln – Den Abschied begreifbar machen
·
Portrait-Reihe: Wie neue Anbieter den Bestattungsmarkt verändern In einer Ecke der Messe bleibt eine Besucherin stehen. Ihre Hand gleitet über einen zylinderförmigen Behälter aus weichem Stoff, durchzogen von filigranen Nähten. „Oh, das ist aber weich“, sagt sie überrascht – und…
-
Dimensionen der Nachhaltigkeit in der Bestattung
·
Nachhaltigkeit wird oft in drei klassischen Dimensionen betrachtet: ökologisch – sozial – ökonomisch. Die ökologische Dimension ist die (Lebens-)Grundlage für die Gesellschaft und deren soziale Verbindungen sind Ausgangspunkt für ökonomische Entwicklungen. Beim Thema Bestattung müssen wir noch eine vierte Dimension…










