Welche Möglichkeiten gibt es, eine nachhaltige Bestattung zu gestalten?

Nachhaltiges Handeln hat die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme zum Ziel. Nachhaltigkeit befähigt zur Selbstwirksamkeit, stärkt die Resilienz und denkt zukünftige Generationen mit. Sie muss nicht unbedingt an einem schönen Ort in der Natur stattfinden, sie kann in kleinen Entscheidungen entstehen, die die Auswirkungen des eigenen Handelns einbeziehen. Es ist immer eine Abwägung, welcher Faktor am schwersten wiegt oder am wichtigsten ist.

Sarg und Sargausstattung

  • Sarg aus unlackiertem Holz mit Holzgriffen (schnellwachsende Sorten wie Kiefer, Pappel, Esche)
  • von lokalen Schreinereien hergestellt
  • Holz aus regionalen, nachhaltig arbeitenden Forstbetrieben
  • Sarg aus Pilzmyzel
  • Sargausstattung mit 100% Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen, Heu, Moos

Totenkleidung

  • Kleidung oder Totenhemd aus 100% Baumwolle oder Leinen
  • Totentuch aus 100% Baumwolle oder Leinen

Sargbeigabe

  • nur Gegenstände aus Materialien, die ungiftig verbrennen oder vollständig zersetzt werden können (Papier, Wolle, Holz, Baumwolle, Blumen)

Urne

  • aus unlackiertem Holz, Papier, Pilzmyzel, Kohle, Baumwolle, Wolle, Leinen

Blumen

  • aus dem eigenen Garten
  • aus regionalem Anbau
  • von Slow Flower Gartenbau- und Floristikbetrieben
  • Schleifen aus Baumwolle oder Leinen

Grabgestaltung

  • Grabbepflanzung mit einheimischen, mehrjährigen Blühpflanzen und insektenfreundlichen Kräutern und Stauden

Grabstein

  • regional gebrochene Steine, regional verarbeitet
  • wieder aufbereiteter Grabstein

Fahrtwege

  • möglichst kurze Transportwege zwischen Sterbeort, Bestattungshaus, ggf. Krematorium und Beisetzungsort
  • falls möglich Stadtteilfriedhof wählen

Vorsorge

  • Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
  • Bestattungsverfügung: Wünsche/Festlegungen wie man selbst bestattet werden will
  • Testament
  • Aufräumen, Aussortieren, Ordnen

Sich rechtzeitig Gedanken über die eigene Endlichkeit zu machen, mindert nicht die Schwere des Abschieds, aber befreit die Angehörigen von der Bürde, nie besprochene Entscheidungen treffen zu müssen. Auch das ist eine Form von Liebe und Respekt.